In der Steinheilkunde ist die Reinigung und Pflege der Steine von besonderer Bedeutung und kann den Erfolg derAnwendung maßgeblich beeinflussen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich ein Schmuckstück aus Stein ganz klar  von einem “Heilstein”.
Jede Station auf dem Weg zu uns hinterlässt Spuren am Stein:
Hitze, Licht, die wechselnde Umgebungstemperatur, und nicht zuletzt die vielen Menschen, mit denen das Stück Mineral bereits in Kontakt getreten war. Verunreinigungen wie Hautfett, Schweiß, Staub, Schmutz und all der unsichtbare Ballast, die Fremdinformationen, die der Stein aufgenommen hat, haften am Stein.
Immer wenn du einen Edelstein, ein Stück Mineral oder Steinschmuck erwirbst, wenn ein Stein matt geworden ist, wenn du bemerkst, dass er seine Farbe verändert oder Risse bekommen hat, solltest du ihn unverzüglich einer Reinigung unterziehen.
Auch wenn du Steinschmuck von einer anderen Person trägst, du krank gewesen bist oder du das Gefühl hast, dass du den Stein aufgebraucht hast und er sich unangenehm anfühlt, solltest du nicht mit der Reinigung warten.



„Suche das Innere der Erde auf, indem du dich läuterst, wirst du den verborgenen Stein finden“

 

Heilsteine
Reinigung und Pflege

 

Bei der Anwendung von Heilsteinen wirst du nach einiger Zeit bemerken, dass dieSteine wirkungslos werden oder ihre Wirkung verändern und sich manchmal sogar unangenehm anfühlen, sodass du deinen Stern am liebsten wieder ablegen möchtest. Manchmal verändert sich der Stein optisch, geht verloren, fällt fast wie von alleine hinunter oder zerspringt. Das liegt daran, dass Steine nicht nur Informationen an dich abgeben, sondern du diese von ihm auch aufnimmst.

Der menschliche Körper besitzt durch seinen hohen Wasseranteil eine hohe Anpassungsfähigkeit und kann sich von der Ausstrahlung der Mineralien stark prägen lassen. Umgekehrt ist die Angleichung des Heilsteins an den Menschen relativ gering, einer Körpermasse von ca. 70 Kilogramm stehen nur 70 Gramm Stein gegenüber.

Die Erwärmung und statische Aufladung durch die Reibung beim Tragen kann der kleine Heilstein nicht selbst ableiten. Auch die geistigen Belastungen, die sich beim Menschen gelöst haben, bleiben am Stein haften.
Durch ihre feste und hoch geometrische Substanz fehlt ihrem Kristallgitter die Möglichkeit, anders als durch Farbveränderungen und Spannungsrisse auf die aufgenommene Energie zu reagieren.

In der Steinheilkunde kann zwischen Störungen auf der Energieebene und Belastungen auf der Informationsebene der Steine unterschieden werden.

  • Auf der Energieebene findet eine Aufladung durch elektrostatische Energie statt, insbesondere bei Hautkontakt und vermehrter Reibung.
    Dadurch verliert der Stein an Frische und Spannkraft, es ist, als wäre er erschöpft.
  • Auf der Informationsebene werden Erfahrungen und Eindrücke abgespeichert.
    Bei intensiven Heilungsprozessen oder bei zu langer Nutzung durch den Anwender, können die Heilinformationen des Steines durch die aufgenommenen Krankheitsbilder und Fremdinformationen überlagert werden.
    Deshalb kann ein normalerweise ausgleichender und entspannender Stein wie Aventurin den Anwender aggressiv und reizbar machen oder ein Stein, der gerne bei Kopfschmerzen eingesetzt wird wie Tigerauge, eben genau diesen Kopfschmerz hervorrufen.

Sehr sorgfältig ist auch mit den besten Speichern, den Bergkristallen, umzugehen, welche einerseits durch ihre Lernfähigkeit, ähnlich dem Immunsystem des Menschen, ihre Wirksamkeit steigern können, andererseits aber auch von störenden Inhalten befreit werden müssen.

1. Entladen der Heilsteine (Informationsebene)

Heilsteine, die über einen längeren Zeitraum getragen wurden oder die therapeutisch eingesetzt wurden, sollten nach jeder Anwendung zunächst von aufgenommener elektrischer Ladung befreit werden. Die Aufladung mit frischer Energie sollte jedoch erst nach der Reinigung auf der Informationsebene erfolgen, damit nicht die falschen Informationen zur Wirkung kommen.

Ableiten mit fließendem Wasser und Reinigen mit Seife

Der erste Schritt der Regeneration eines Steins ist das Ableiten oberflächlicher Ladungen, analog der elektrostatischen Aufladung, durch eine kühle Dusche unter dem Wasserhahn für etwa eine halbe Minute. Dabei wird der Stein eingeseift, eventuell mit einer Küchenbürste geschrubbt und mit den Fingern abgerubbelt.
Dadurch zieht die basische Seife die vom Charakter her sauren emotionalen Ladungen an, die über die feinen Ablagerungen von Schweiß und fettigen Fingerabdrücken an dem Stein anhaften.

Beachte:
Diese Behandlung ist nicht anwendbar bei Mineralien mit poröser und empfindlicher Oberfläche sowie auf Seidenfäden aufgezogenen Ketten. Diese können im Eisfach erfrischt werden.

Entladen im Eisfach

Eine bisher wenig bekannte aber sehr wirksame Methode ist die Entladung im Eisfach. Hier wird der Stein oder die Kette, eventuell auf einer Unterlage oder in einem geschlossenen Säckchen, für zwei Stunden ins Gefrierfach gelegt. Durch das Zusammenziehen des Kristallgitters in der Kälte wird die Ladung heraus gedrängt.
Der Stein fühlt sich sehr erfrischt an, was meistens auch am Stein selbst sichtbar ist.
Eine anschließende Reinigung auf Informationsebene und die dem Stein entsprechende Aufladung (Sonne oder Mond) ist unbedingt erforderlich.

Anmerkung:
Mit dieser Methode haben wir selbst gute Erfahrungen gemacht, wir wenden diese sehr gerne an, nicht nur bei Steinen und Ketten, die kein Wasser vertragen.

Entladen mit Hämatit-Ministeinchen

Eine weitere Möglichkeit ist, Heilsteine mit einem Eisenerz zu entladen. Eisen stärkt das Konfrontationsvermögen und entzieht negativen Bildern die Kraft, sie werden neutralisiert. Beispiel: Hämatit, Goethit, Limonit, Pyrit, Siderit und insbesondere Magnetit, der darüberhinaus durch seinen Magnetismus eine neue Ordnung im Energiefeld des Steins etablieren kann. Dabei wird der Stein oder die Kette direkt auf einen Hämatit-Rohstein oder auf Hämatit-Ministeinchen gelegt. Nach etwa zwanzig Minuten ist der Stein energetisch entladen. Konsequenterweise bedeutet dies aber auch, dass Hämatit nicht mit anderen Steinen zusammengebracht werden darf, da er diese Steine ebenfalls entlädt.

Anmerkung:
In der analytischen Steinheilkunde wird die Hämatit-Methode zwar empfohlen, wir raten allerdings davon ab, da es effizientere Methoden gibt und außerdem nach dem Reinigungsvorgang erst wieder verunreinigter Hämatit übrig bleibt, der dann nochmals gereinigt werden muss. Vorsicht ist auch beim Zusammentreffen von Hämatit mit anderen Steinen geboten, der diese wirkungslos machen kann.

Entladen durch Aufklopfen

Leichtes Aufklopfen löst oberflächliche Energieanhaftungen und entlädt statische Aufladungen. Es hat allerdings keinen regenerierenden Effekt, bewirkt jedoch eine gewisse Öffnung für die Aufnahme neuer Energien oder Informationen.

2. Reinigen der Heilsteine (Energieebene)

Die aufgenommenen Informationen bleiben auch nach dem statischen Entladen im Stein gespeichert. Sie würden ohne weitere Reinigung bei der nächsten Behandlung wieder aktiv werden. Außerdem ist zu beachten, dass der Stein durch Abbau, Transport und Verarbeitung belastende Erfahrungen gesammelt haben kann und dass viele Menschen ihn schon mit unterschiedlichsten Bewertungen in der Hand hielten. Um diese Information zu neutralisieren, muss der Stein einer energetischen Reinigung unterzogen werden.

Reinigen mit Amethyst

Die gebräuchlichste, sanfteste und einfachste Methode zur Neutralisierung von Krankheits- und Fremdinformationen bei Heilsteinen ist die Reinigung mit Amethyst. Dazu kann der verwendete Stein in eine Amethystdruse oder auf ein Amethystdrusenstück gelegt werden. Durch das fein verteilte Eisen und die Energiekonzentration an den vielen Kristallspitzen besitzt Amethyst eine intensive Ausstrahlung, die auf andere Steine den Effekt einer feinen Massage mit Tiefenwirkung hat. Die aufgenommenen Informationen werden verarbeitet und aus dem Stein befreit.
Wurde der Stein über längere Zeit getragen, sollte er einen Tag lang in der Amethystdruse ruhen. Wurde er nur kurz aufgelegt, genügt eine Stunde. Der Stein kann ruhig auch über längere Zeit in der Amethystdruse rasten, er erleidet dadurch keinen Schaden, wird allerdings nicht mehr weiter gereinigt.
Alternativ zur Amethystdruse ist die Reinigung auf den günstigeren Amethyst-Trommelsteinsplittern möglich. Dazu werden Amethystsplitter in eine Glasschale gegeben, worauf dann wiederum der Stein gelegt wird. Am wirkungsvollsten ist es, wenn der Stein gänzlich von den Amethystsplittern umgeben ist.
Die Drusen und Drusenstücke sollten gelegentlich abgestaubt und mit Wasser und Seifenschaum gereinigt werden. Da große Amethystdrusen aber sehr schwer sind und darüberhinaus in vielen Gegenden das Wasser sehr kalkhaltig ist, empfiehlt sich das Besprühen mit destilliertem Wasser. Wir selbst geben dazu noch ein paar Tropfen  biologischen Lavendelreiniger, sowohl für die Reinigung als auch für den Duft. Amethystsplitter können direkt in Wasser mit Seifenschaum gereinigt werden.

Beachte: 
Amethystdrusen sollten keinesfalls direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden, dadurch würde ihre Farbe verblassen.

Reinigen mit Salz

Die in Heilsteinen gespeicherten Krankheitsinformationen können auch durch Meer- oder Steinsalz gelöscht werden. Dazu wird der Stein auf eine Glasunterlage und diese wiederum in eine mit Meer- oder Steinsalz gefüllte Glasschale gelegt. Der Heilstein sollte dabei nicht direkt mit dem Salz in Kontakt kommen.
Die Reinigungszeit in Salz ist sehr kurz: Wurde der Stein über längere Zeit getragen, genügen 4 bis 6 Stunden, wurde er nur kurz aufgelegt, reichen schon 10 Minuten.
Das in manchen Büchern beschriebene Einlegen von Mineralien in grobes Salz ist keine empfehlenswerte Methode, um Steine zu reinigen. Viele Steine würden dadurch einen chemischen und optischen Schaden erleiden, wie etwa Opal, der durch den Wasserentzug beim Kontakt mit Salz sein Farbenspiel verlieren würde.
Bei neu angekauften Heilsteinen wird häufig das Einlegen in Salzwasser empfohlen, um die gesamte Programmierung des Steines aufzuheben. Diese Methode der Salzreinigung (in den USA sehr verbreitet) ist nur bei Quarzen und härteren Mineralien sinnvoll, wenn auch nicht notwendig. So wie  beim Einlegen in Salz würde auch Salzwasser viele Mineralien zerstören. Bei Steinketten ist die Salzreinigung ohnehin keine Alternative, da das Salz das Knüpfmaterial zerstören würde.
Bei großen Kristallquarzen kann das meditative Abwaschen mit Salzwasser aber durchaus ein mächtiges Mittel zur Klärung des Steines sein.

Blitzreinigung mit einer Flamme

Für Notfälle, wenn der Stein sofort wieder zur Verfügung stehen muss (und nur dann), eignet sich die Flammenreinigung (Energie- und Informationsebene). Hierbei wird der Stein mehrmals zügig durch die Flamme, zum Beispiel eines Feuerzeugs, gezogen, wodurch das Mineral die aufgenommenen Ladungen freigibt. Wenn vorhanden, kann der Stein nach jedem Durchziehen in Wasser getaucht werden, welches dann nicht mehr getrunken werden sollte. Die Kombination mit einer imaginativen Technik ist sinnvoll. Der Stein sollte sich baldmöglichst regenerieren dürfen.

Entladen und Regenerieren am Baum

Vom Eingraben eines Steines in die Gartenerde oder in den Blumentopf ist man heute vollständig abgekommen. Es gibt keinen sinnvollen Grund, diese Erdung zur Entladung oder Energetisierung durchzuführen, außer der Stein hat ausgedient und man verspürt den Impuls, ihn der Natur zurückzugeben.
Einige Steine vertragen diese Entladungsmethode generell nicht, ihre Oberfläche würde durch die chemische Zerstörung durch den Humus matt und grau werden.
Durch das Eingraben in feuchten oder nassen reinen Quarzsand wäre allerdings eine Erdung möglich.
Ein subtiler Reinigungs- und starker Aufladungseffekt ist durch Bäume zu erzielen. Hierzu wird der Stein für einige Tage so dicht als möglich am Stamm befestigt. Die aufsteigende Energie durchstreicht den Stein, der Tau nimmt verbrauchte Energie auf und erfrischt den Stein.

3. Aufladen und Aktivieren der Heilsteine

Da die Wirkungsintensität der Heilsteine in Zusammenhang mit der aufgenommenen Energie steht, sollten entladene und gereinigte Steine vor einer Steinbehandlung durch Energie wieder aufgeladen werden.

Aufladen mit Sonnen- oder Mondlicht

Die klassische Form der Aufladung von Steinen erfolgt mit Lichtenergie, vor allem durch Sonnenlicht oder, wenn notwendig und sinnvoll, durch Mondlicht.
Die aufgenommene Lichtenergie intensiviert die Wirkung der Steine. Dabei hat die Sonne am Vormittag die aufbauendste Wirkung. Die durch ihren hohen UV-Anteil auslaugende Mittagssonne sollte jedenfalls vermieden werden (außer bei Bernstein). Die aufladende Wirkung kann noch verstärkt werden, indem der Stein, in eine Bergkristallgruppe gelegt, dem Sonnenlicht ausgesetzt wird.

Vorsicht: Bergkristall wirkt wie eine Linse und kann Brandlöcher verursachen.

Aufladen mit Bergkristall oder Achat

Steine können auch ohne direktes Licht, entweder mit Bergkristall (anstelle von Sonnenenergie) oder mit Achat (anstelle von Mondenergie) aufgeladen werden.
Sonnenlichtverträgliche Steine werden am besten auf eine Bergkristall-Gruppe mit vielen Spitzen oder als kostengünstigere Alternative in eine Schüssel mit möglichst klaren Bergkristallsplittern gelegt. Es genügt, wenn die entladenen Heilsteine mehrere Stunden darauf ruhen. Steine mit einer Härte von über 7 (Beryll, Smaragd, Topas, Rubin, Saphir, Diamant) können erfahrungsgemäß nicht mehr mit Bergkristall, sondern nur mehr mit direkten Sonnenstrahlen aufgeladen werden.
Zum Aufladen von Mondlicht liebenden Steinen wird am besten eine Achatdruse verwendet, welche die von ihm aufgenommene Energie an andere Steine abgibt.
Für eine sehr sanfte Aufladung legt man den zuvor entladenen und gereinigten Heilstein für mehrere Stunden in die Achatdruse.
Steine, die keine direkte Sonneneinstrahlung vertragen, aber eine intensivere Aufladung benötigen, als dies durch Mondlicht möglich wäre, können mit Hilfe einer durch Sonneneinstrahlung aufgeladenen Bergkristallgruppe aktiviert werden. Auch im Schatten stehend gibt diese ihre Energie an die jeweiligen aufzuladenden Steine ab.

Steine-Zuordnung zu Sonne oder Mond

Sonne

Amazonit, Ametrin, Analcim, Apatit, Apophyllit, Aquamarin, Aventurin, Azurit, Bergkristall, Bernstein, Beryll, Calcit, Chalkopyrit, Chiastolith, Chrysoberyll, Citrin, Coelestin, Diamant, Disthen, Dioptas, Dolomit, Dumortierit, Eisenkiesel, Falkenauge, Flint, Fluorit, Granat, Hämatit, Howlith, Jaspis, Krokoit, Kupfer, Magnesit, Magnetit, Milchquarz, Morganit, Obsidian, Porphyrit, Prasem, Pyrit, Rauchquarz, Rhodonit, Rubin, Rutilquarz, Saphir, Sarder, Sardonyx, Schörl, Schwefel, Serpentin, Sonnenstein, Sphalerit, Spinell, Staurolith, Tigerauge, Tigereisen, Topas, Türkis, Turmalin, Ulexit, Variscit, verkieseltes Holz, Zoisit

Mond

Achat, Amethyst, Azurit-Malachit, Blauquarz, Bornit, Brasilianit, Chalcedon, Charoit, Chrysopras, Cinnabarit, Cordierit, Feuerachat, Feueropal, Gips, Hiddenit, Jadeit, Karneol, Kunzit, Labradorit, Lapislazuli, Lepidolith, Malachit, Mondstein, Nephrit, Onyx, Opal, Perle, Petalit, Prasem, Realgar, Rhodochrosit, Rosenquarz, Schalenblende, Sugilith

"Dem Anwender steht es frei, während der Reinigung sich im Stillen
auch beim Mineralienreich zu bedanken."

 

Textquellen:
Kühni/von Holst: Enzyklopädie der Steinheilkunde, AT Verlag
Gienger: Die Steinheilkunde, Neue Erde Verlag

 

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